Gute Gewohnheiten sorgen für ein gesundes Abwassersystem – so machen Sie es selbst

Mit einfachen Alltagsgewohnheiten Ihr Abwassersystem schützen und teure Schäden vermeiden
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3 min
Ein gesundes Abwassersystem beginnt im eigenen Haushalt. Erfahren Sie, wie Sie mit kleinen, aber wirkungsvollen Maßnahmen Verstopfungen, Gerüche und Umweltbelastungen verhindern – und so langfristig Ihr Zuhause und die Natur schützen.
Celine Zimmer
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Gute Gewohnheiten sorgen für ein gesundes Abwassersystem – so machen Sie es selbst

Mit einfachen Alltagsgewohnheiten Ihr Abwassersystem schützen und teure Schäden vermeiden
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Ein gesundes Abwassersystem beginnt im eigenen Haushalt. Erfahren Sie, wie Sie mit kleinen, aber wirkungsvollen Maßnahmen Verstopfungen, Gerüche und Umweltbelastungen verhindern – und so langfristig Ihr Zuhause und die Natur schützen.
Celine Zimmer
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Ein funktionierendes Abwassersystem ist etwas, worüber man im Alltag kaum nachdenkt – bis es zu Problemen kommt. Verstopfte Abflüsse, unangenehme Gerüche oder gar Überschwemmungen können teuer und aufwendig werden. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten und etwas Aufmerksamkeit können Sie jedoch selbst viel dazu beitragen, dass Ihr Abwassersystem gesund bleibt und Schäden vermieden werden. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Haus und die Umwelt schützen können.

Kennen Sie Ihr Abwassersystem

Der erste Schritt ist, zu wissen, wie Ihr Abwassersystem aufgebaut ist. In den meisten Gebäuden gibt es zwei getrennte Systeme:

  • Schmutzwasserkanal, der Wasser aus Toilette, Bad, Küche und Waschmaschine ableitet.
  • Regenwasserkanal, der Wasser von Dachrinnen, Hofflächen und Drainagen aufnimmt.

In vielen älteren Häusern sind beide Systeme noch kombiniert, während neuere Gebäude in Deutschland meist über getrennte Leitungen verfügen. Es ist wichtig, den Unterschied zu kennen, denn Regenwasser darf in Gebieten mit Trennsystem nicht in den Schmutzwasserkanal geleitet werden – das kann Kläranlagen überlasten und zu Rückstau führen.

Was nicht in den Abfluss gehört

Einer der häufigsten Gründe für Verstopfungen ist, was wir in Spüle oder Toilette entsorgen. Viele Dinge, die harmlos erscheinen, können große Probleme verursachen.

  • Fette und Öle erstarren beim Abkühlen und bilden Ablagerungen in den Rohren. Wischen Sie sie mit Küchenpapier ab und werfen Sie dieses in den Restmüll.
  • Kaffeefilter, Speisereste und Mehl verklumpen und setzen sich fest. Verwenden Sie ein Sieb in der Spüle, um Rückstände aufzufangen.
  • Feuchttücher, Wattestäbchen und Hygieneartikel gehören niemals in die Toilette – sie lösen sich nicht auf und können Pumpen und Leitungen blockieren.
  • Farben, Lösungsmittel und Chemikalien müssen als Sondermüll entsorgt werden. Sie schädigen die Umwelt und stören die biologischen Prozesse in der Kläranlage.

Merksatz: In die Toilette gehören nur menschliche Ausscheidungen und Toilettenpapier – sonst nichts.

Abflüsse und Dachrinnen regelmäßig reinigen

Auch bei guter Pflege können sich Schmutz und Ablagerungen bilden. Mit einfachen Routinen beugen Sie Problemen vor:

  • Reinigen Sie Abflüsse in Küche und Bad mehrmals im Jahr. Entfernen Sie Haare und Seifenreste und spülen Sie mit heißem Wasser nach.
  • Kontrollieren Sie Dachrinnen und Fallrohre im Frühjahr und Herbst. Blätter und Moos können den Wasserabfluss behindern und Schäden an Fassade oder Fundament verursachen.
  • Leeren Sie Hof- und Straßenabläufe regelmäßig, besonders nach Stürmen. Entfernen Sie Schlamm und Laub, damit das Wasser frei abfließen kann.
  • Verzichten Sie auf aggressive chemische Rohrreiniger, da sie Rohre und Dichtungen angreifen können. Nutzen Sie stattdessen eine Saugglocke oder eine Rohrspirale.

Regenwasser richtig ableiten

Starkregenereignisse nehmen in Deutschland zu – das stellt Hausbesitzer und Kommunen vor neue Herausforderungen. Mit einigen Maßnahmen können Sie Ihr Grundstück und das öffentliche System entlasten.

  • Leiten Sie Regenwasser vom Haus weg. Fallrohre sollten mindestens einen halben Meter vom Fundament enden.
  • Nutzen Sie Regenwasser sinnvoll, etwa durch Regentonnen oder Zisternen zur Gartenbewässerung.
  • Erwägen Sie eine Versickerung auf dem eigenen Grundstück (z. B. über Rigolen, Mulden oder Gründächer) – das entlastet die Kanalisation und fördert das Grundwasser.
  • Halten Sie Gullys und Abläufe frei von Laub, besonders im Herbst.
  • Installieren Sie eine Rückstausicherung, wenn Sie im Keller sanitäre Anlagen haben oder in einem tiefer gelegenen Gebiet wohnen. Sie verhindert, dass Abwasser bei Starkregen ins Haus zurückfließt.

Regelmäßige Kontrolle durch Fachleute

Auch wenn Sie sorgfältig mit Ihrem Abwassersystem umgehen, können unsichtbare Schäden entstehen – etwa durch Wurzeleinwuchs, Rohrverschiebungen oder kleine Risse. Ein Fachbetrieb für Kanal- und Rohrreinigung kann mit einer Kamerainspektion frühzeitig Probleme erkennen.

Ein Check alle fünf bis zehn Jahre ist empfehlenswert, besonders bei älteren Gebäuden. So vermeiden Sie teure Reparaturen und schützen Ihr Zuhause vor Wasserschäden.

Gute Gewohnheiten lohnen sich

Ein gesundes Abwassersystem hängt nicht nur von der Technik ab, sondern vor allem von unserem Verhalten. Wer bewusst darauf achtet, was in den Abfluss gelangt, und regelmäßig kleine Wartungsarbeiten durchführt, verlängert die Lebensdauer der Leitungen und spart langfristig Geld.

Zugleich leisten Sie einen Beitrag zum Umweltschutz – denn alles, was im Abwasser landet, muss aufwendig gereinigt werden, bevor es in die Natur zurückkehrt. Mit etwas Umsicht sorgen Sie also nicht nur für ein funktionierendes Zuhause, sondern auch für sauberes Wasser für alle.

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